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Pultdächer galten in den 80er und 90er Jahren eher als eine mutige Dachform, weil sie sich sehr stark vom im deutschen Hausbau klassischen Spitzdach unterschieden. Inzwischen haben sie sich als eine Alternative zum „klassischen“ Satteldach durchgesetzt – und das nicht ohne Grund: Bei einer geschickten Hausplanung lässt sich durch Bau eines Pultdaches nicht nur Geld sparen, sondern auch Energie.

Typische Merkmale eines Pultdaches

Das Pultdach besteht aus einer geneigten Dachfläche. Die untere Kante heißt Dachtraufe und die obere Dachfirst. Der Grad der Dachneigung variiert zwischen 11 und 60 %, wobei die meisten Bauherren einen flacheren Winkel bevorzugen. Neben dem klassischen Pultdach können Sie zudem ein versetztes Pultdach planen, bei dem in der Regel zwei Dachflächen zueinander versetzt gebaut sind.

Streng genommen ist das Pultdach keine wirkliche Neuerung in der Hausarchitektur. Über Erkern oder Anbauten wie Garage oder Carport ist es seit jeher beliebt. Pultdächer überzeugen mit klaren Linien und elegantem Design ohne unnötige Verzierungen, was sie im modernen Hausbau sehr beliebt macht – sie sind auf keinen Fall mit Flachdächern zu verwechseln, weil sie eine Neigung aufweisen.

Mehr Wohnraum und Licht im Dachgeschoss

Wenn Sie Ihr Haus mit Pultdach versehen, profitieren Sie von mehr Wohnraum im Dachgeschoss als bei einem Haus mit Steildach. Unter einem Pultdach gibt es meistens eine gemäßigte Dachschräge, bei der sich die Räume darunter vollflächig nutzen lassen. Daraus ergibt sich automatisch, dass Sie unter dem Dach ebenfalls Standard-Fenster statt Dachflächenfenster einbauen können, was bessere Lichtverhältnisse zur Folge hat.

Einfache Dachkonstruktion im Vergleich zu anderen Dachformen

Im Vergleich zum Satteldach lässt sich das Pultdach relativ einfach bauen, weil es in der Regel nur über eine geneigte Dachfläche verfügt. Dank der einfachen Konstruktion stehen Ihnen auch verschiedene Dacheindeckungen wie Ziegel oder Schiefer sowie eine Dachbegrünung zur Verfügung. Für die Dachentwässerung ist es zudem vorteilhaft, dass das Regenwasser über ein einseitiges Dach besser eingefangen und wiederverwertet werden kann.

Nachteile eines Pultdaches

Ein Pultdach hat leider nicht nur Vorteile. Zu den Schattenseiten eines Pultdaches zählen vor allem:

  • aufwendige Dachabdichtung bei sehr geringer Neigung
  • Hitzeentwicklung im Sommer je nach Neigungswinkel

Pultdächer trocknen aufgrund des geringen Neigungswinkels langsamer ab. Das kann vor allem in schneereichen Regionen problematisch werden. Nur mit einer guten und relativ teuren Abdichtung beugen Sie Wasserschäden wirksam vor. Wenn Sie Ihr Pultdach gen Süden ausrichten, müssen Sie mit der starken Aufheizung des Dachgeschosses in Ihrem Pultdachhaus rechnen. Das lässt sich aber mit einer stärkeren Dämmung vermeiden.

Unser Architekturbüro plant gerne nicht nur die Konstruktion Ihres Pultdaches, sondern auch die Räume, die sich darunter befinden in der Region Stuttgart, Esslingen, Fellbach und Waiblingen. Und auch eine Dachsanierung gehört zu unserem Aufgabengebiet. Für mehr Informationen nehmen Sie am besten gleich Kontakt zu uns auf und vereinbaren Sie Ihr unverbindliches Erstgespräch.

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