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Die Sanierung eines Ein- oder Mehrfamilienhauses stellt jeden Architekten vor eine große Herausforderung. Eine Bestandsaufnahme des Gebäudes bildet die Basis für die gesamte Planung. Ist diese abgeschlossen, können alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und die weiteren Schritte festgelegt werden.

Die Analyse

Um einen konkreten Plan für die Sanierung zu erstellen, ist eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Gegebenheiten nötig. Dabei wird eine Hausbegehung durchgeführt, bei der gegebenenfalls vorhandene Baumängel protokolliert werden. Außerdem werden die Fußböden, Beläge und Unterböden, sowie Wände und Decken auf Nässe untersucht. Eine Überprüfung von Fenstern und Türen ist ebenfalls vorzunehmen wie auch Heizungsanlage und Schornstein. Diese müssen sowohl auf ihre Funktionstüchtigkeit als auch auf ihre Effizienz hin kontrolliert werden. Besonderes Augenmerk gilt auch dem Keller.

Nachdem die bautechnischen Gegebenheiten gründlich analysiert wurden, sollten eventuelle Umgestaltungswünsche besprochen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass für einige Maßnahmen besondere Genehmigungen erforderlich sind.

Die Planung

Planung und Koordination des gesamten Sanierungsvorhabens liegen in den Händen eines Architekten. Er hat die Aufgabe, sich um die erfolgreiche Abwicklung des Projektes zu kümmern und dafür zu sorgen, dass letztendlich alle Fäden zusammenlaufen. Der Architekt entwirft ein Konzept, in dem die unterschiedlichen Sanierungsmöglichkeiten genau aufgestellt sind und bespricht diese mit dem Bauherren. Er informiert über Kosten, zeitlichen Ablauf der Umsetzung und Einsparmöglichkeiten. Das ganzheitliche Konzept ist auf die finanziellen und die baulichen Möglichkeiten abgestimmt und berücksichtigt alle gesetzlichen Vorgaben.

Die technische Planung obliegt Ingenieuren der jeweiligen Fachrichtungen. Diese koordinieren die Sanierung der entsprechenden Gewerke und setzen sie dann um. Alles erfolgt in Absprache mit dem zuständigen Architekten, sodass dieser stets über alle Maßnahmen informiert ist und gegebenenfalls notwendige Veränderungen veranlassen kann.

Auch die Erstellung der Planunterlagen für das Baurechtsamt zur Beantragung der notwendigen Genehmigungen liegt in den Händen des Architekten. Gleichzeitig bilden alle Planunterlagen auch die Grundlage für die Finanzierung des Sanierungsvorhabens.

Die Genehmigungen

Grundsätzlich sind die Bestimmungen des öffentlichen und des privaten Baurechts einzuhalten. Für diverse Sanierungsmaßnahmen wie z. B. für Veränderungen an der Gebäudehülle sind spezielle Genehmigungen erforderlich, die vorab beim Baurechtsamt beantragt werden müssen. Grundlage für die meisten baulichen Veränderungen bilden die Richtlinien der Energieeinsparverordnung. Soll beispielsweise die Wärmedämmung verändert oder das Dach erneuert und damit die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert werden, sollten vorab genaue Informationen bei der Baubehörde eingeholt werden. Alle Vorschriften zum so genannten energetischen Sanieren sind in der Energieeinsparverordnung verankert. Sie gelten als größte Herausforderung bei der professionellen Planung einer Sanierung.

Um die benötigten Baugenehmigungen zu beantragen, müssen die erstellten Planunterlagen für das Sanierungsprojekt mit den entsprechenden Antragsformularen vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen bei der zuständigen Baubehörde eingereicht werden.

Es ist zu beachten, dass in den verschiedenen Bundesländern zum Teil abweichende Vorgaben und Regelungen für Bauprojekte bestehen. Wer sich im persönlichen Gespräch mit seinem Architekten vorab informiert, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Auch an Nachbarn und eventuell vorhandene Mieter ist vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen zu denken. Diese sollten im Sinne eines friedlichen Miteinanders rechtzeitig über die geplanten Bauarbeiten informiert werden.

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